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Architekt Abendroth - 2008_Landesjugendheim-Korneuburg
Soziales

Grundrisse

Bebauungsstudie Landesjugendheim Korneuburg

Das Landesjugendheim Korneuburg ist eine sozialpädagogische Einrichtung des Landes Niederösterreich. Es versteht sich nicht nur als Wohn- und Ausbildungsstätte, sondern sieht sich in seiner Arbeit grundsätzlich als Beitrag zur Unterstützung von Jugendlichen bzw. deren Familien.

Pädagogische Ziele

Hinführung zur Selbstbestimmung sowie Erreichung von Eigenverantwortung und Mündigkeit. Formale Qualifikationskriterien wie Berufsschulabschluß sowie Ablegung der Lehrabschlußprüfung sind dafür von großer Bedeutung.

Unterstützung in der Herausbildung der persönlichen Identität durch Ermöglichung positiver Grunderfahrung, die zu einer Stärkung des Selbstvertrauens, der Ich-Funktionen und damit zur Identitätsbildung führen.

Förderung im sozialen Bereich, Erlernen von Problembewältigungsstrategien, Entwicklung eines Selbstwertgefühles.

Umsetzung des Pädagogischen Konzeptes

Die Gebäude sollen außen wie innen Geborgenheit ausstrahlen, den Bewohnern Sicherheit und Stabilität vermitteln, Strukturen vorgeben und Halt bieten, Aktivität fördern (Aufforderungscharakter) sowie Individualität und Gemeinschaft ermöglichen (Rückzugsmöglichkeiten)

Geborgenheit

Geborgenheit ist die Grundvoraussetzung für eine gute Entwicklung und für Lebensqualität. In solcher Umgebung wird psychische und körperliche Entspannung möglich. Vorhandene Energien werden zum konstruktiven Tun organisiert. Die zu betreuenden Jugendlichen haben Defizite und befinden sich in einer Heimsituation. Um dem Heimcharakter entgegenzuwirken und den pädagogischen Bemühungen das optimale Umfeld zu ermöglichen, müssen die Baulichkeiten das Gefühl von Geborgenheit ausstrahlen. Räumlich gesehen wird dies durch Gliederung in kleine überschaubare Einheiten erreicht. Entwicklungsgeschichtlich fühlen sich Menschen in Nischen und Höhlen geborgen.

Sicherheit und Stabilität

Unstabile familiäre Verhältnisse und häufig wechselnde Bezugspersonen verwehren den Jugendlichen eine sichere Basis. Sie brauchen deshalb eine Umgebung, die Sicherheit und Stabilität ausstrahlt. Positives Sozialverhalten wird gefördert und vorhandene Fähigkeiten und Begabungen kommen besser zum tragen. Erlebbare Sicherheit schützt vor depressivem Verhalten und reduziert aggressive oder destruktive Aktionen. Das Selbstwertgefühl wird gestärkt.

Struktur und Halt

Nähe und Distanz ist für Jugendliche oft schwer zu trennen. Sie können mit den eigenen Grenzen und denen der anderen nur schwer zurecht kommen. Gut Strukturierte Räume erleichtern die Abgrenzung der Bewohner untereinander. Größtmögliche Wahrung der Intimsphäre notwendig. Von der äußeren Struktur zur inneren Struktur.

Förderung von Aktivität

Aktivsein bedeutet Lebensqualität. Durch eigene Aktivität der Jugendlichen wird destruktives Verhalten vermieden und Vertrauen gefördert. Suchtmittel behindern die Aktivität und verlieren ihre Bedeutung.

Individualität und Gemeinschaft

Wenn die Jugendlichen ausreichende Wertschätzung erfahren ist ein positives Verhalten in der Gemeinschaft möglich. Der eigene Platz muss gesichert sein. Die Gemeinschaft soll jederzeit erlebbar gemacht werden.

Das Bedürfnis nach Beruhigung

Es werden Jugendliche betreut, die motorisch sehr unruhig sind und sich sehr schlecht konzentrieren können. Die Gestaltung der Räumlichkeiten schafft kleine überschaubare Einheiten und vermeidet große offene Flächen oder lange Flure, die den unkontrollierten Bewegungsdrang der jungen Menschen nur fördern würden.

Mitarbeit: Mag. Herwig Mayer, D.I. Andreas Hradil, D.I. Andreas Amann

Energiekonzept: D.I.HTL Johannes Stockinger

Bauphysik: D.I. Dr. Gernot Scherpke

Statik: D.I. Dr. Klaus Petraschka

Public

Floor Plans

Korneuburg State Juvenile Shelter Building Study

The Korneuburg State Juvenile Shelter is a social-educational accommodation for the State of Niederösterreich. It is not only perceived as a residential and educational center, but also seeks to contribute to the support of young people and their families.

Educational intentions

Direction towards self-determination and achieving of an individual sense of responsability and maturity. Formal qualification criteria such as professional school graduation and passing the school graduation examinations are of crucial importance.

Supporting the development of personal identuity by providing basic experiences that lead to  strengthened sense of self confidence, personal capacities and eventualy identity formation.

Encouragement in the social domain, learning problem solving strategies and developing a feeling  of self respect.

Redefinition of educational concepts

The building must convey -both insides and outsides- a feeling of security, provide residents with safety and stability, impose structure and dicipline, encourage activities (Simulative nature) and offer association and individuality (Fallback possibility).

Sense of Security

Sense of security is the primary pre-condition for a fruitful growth and a decent life. Only in such an environment, psychological and physical relaxation is possible and potential energies are transformed into constructive action. The young inhabitants constantly feel themselves in a foster situation. In order to counteract this fosterhome character and to provide an optimal atmosphere for the educational efforts to prove effective, the buildings must advocate a sense of security and coziness.This is achieved through a spatial arrangement in small, manageable entities while based on the history of human evolution, people tend to feel themselves safest in caves and corners.

Safety and Stability

Unstable family relationships and everchanging attachment figures deprive these young people of a safe basis. Thus, they require an environment suggesting safety and security where positive social behavior is encouraged and potential strengths and capacities are given a chance to develope. Pratically experienced safety, protects kids from deppressive behavior ,reduces aggressive or destructive action and promotes self respect.

Structure and Discipline

closeness and distance are often hard to distinguish for youngsters. They can hardly determine the boundaries of others and those of their own.Properly structured spaces facillitate the recognition of boundaries between the inhabitants. A high level of privacy protection from the outer structure towards the inner structure is of great importance.

 

Encouraging Activities

 

Being active signifies an agreeable lifequality. Through individual activities, young people distance themselves from destructive behavior and learn to trust. Drug dependance resrains activity and deprives it of all sense.

Individuality and Community

Once young people have experienced sufficient appreciation and self esteem, a positive social behavior becomes possible. Personal identity has to be assured and sense of community experienced.

The need for Tranquility

Some of the recipients are physically hyper active and tend to have concentration problems. The space is defined through small manageable entities. Large, open areas or long hallways that can encourage uncontrollable movement impulses are avoided.

With collaboration of: Mag. Herwig Mayer, D.I.Andreas Hradil, D.I. Andreas Amann

Energy strategy: D.I.HTL Johannes Stockinger

Building Physics: D.I. Dr. Gernot Scherpke

Structural designer: D.I.Dr. Klaus Petraschka