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Architekt Abendroth - 00_Bauen für Geborgenheit
Bauen für Geborgenheit

Was will Bauen für Geborgenheit ?

Steigerung der Lebensqualität in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

Raum als Erfahrungsfeld der Sinne fördert oder hemmt Entwicklung, begünstigt oder erschwert Pädagogik. Optimale Rahmenbedingungen unterstützen sowohl die individuelle Entfaltung als auch die pädagogische Arbeit. Die Raumgestaltung unterstützt die MitarbeiterInnen beim Umsetzen der Betreuungskonzepte. Anstatt der bloßen Addition von Einrichtungsgegenständen schafft Raumgestaltung nach dem Würzburger Modell einen sicheren Bezugsrahmen aus durchschaubaren zuverlässigen Strukturen für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Die so gestalteten Räume vermitteln Geborgenheit, Stabilität und Sichersein. Sie regen an zu Aktivitäten und bieten gleichzeitig Rückzugsbereiche um Individualität zu bewahren. Es entstehen Räume, die Kommunikation fördern und Gemeinschaft erleben lassen.

Impulse geben für eine zielgerichtete erlebnisorientierte Pädagogik zur Verbesserung der Lebensqualität. Durch seine differenzierten Strukturen im Raum führt es vom äußeren Halt zum inneren Halt. Es lässt trotz seiner räumlichen Stabilität (feste Verbindung mit den Wänden, Fußböden und Decken) entwicklungspsychologisch notwendige Veränderungen im Sinne von Geschlossenheit und Offenheit, Dichte und Weite, Aktivität und Passivität zu.

Das Einrichtungskonzept geht von elementaren Grundbedürfnissen des Menschen aus. Stabilität, Geborgenheit, Individualität und Gemeinschaft sowie Aktivität sind Kriterien, die Rahmenbedingungen in der Behinderteneinrichtung bestimmen. Die Fähigkeiten der Bewohner werden stabilisiert und gefördert. Das Zusammenleben gestaltet sich dadurch harmonisch und begünstigt damit die Qualität der fachlichen Betreuungsarbeit.

Spezielle Betreuungskonzepte sowie individuelle Erfordernisse der Zielgruppe z.B. geistig Behinderte der verschiedensten Grade, Körperbehinderte, Blinde, Gehörlose und Mehrfachbehinderte, werden bei der Innenraumplanung berücksichtigt.

Mitarbeit: D.I. Elisabeth Lindinger, D.I. Georg Pridun

Fotos: Hannah Heszl

Building for security and comfort

What is "building for security and comfort"?

Increasing the quality of life in facilities for people with disabilities

Space as a field of experience of senses can encourage or hinder growth, facilitate or oppress learning. Optimal spatial conditions can support individual development as well as educational advancement. The spatial planning can assist the care givers in implementing care concepts. Instead of a mere stacking of furniture, an interior design based on the Würzburger model forms a safe framework of a transparent and reliable structure for varied use of space. Spaces arranged in this manner offer security and comfort, stability and confidence. They trigger activities and at the same time provide relaxation opportunities to protect the sense of individuality. Thus created spaces encourage communication and social life and motivate inhabitants for a purposeful experience-oriented education to increase their life quality.  

Despite its spatial stability (solid connection between walls, floor and ceiling), it allows for psychologically necessary transformations in terms of openness, density, width, activity and passivity.

The interior design concept originates from basic human needs. Stability, comfort, security, individuality and community as well as activity, all in accordance to special need of handicapped people, form the criteria. The abilities of the residents are stabilized and promoted, a harmonious social life is created and a professional quality care-giving is facilitated.

Particular care-concepts as well as individual requirements of the target group, for instance the mentally handicapped to different degrees, the physically disabled, the blind, the deaf and those with multiple disabilities, are thoroughly taken into consideration in the interior design.

With collaboration of : D.I. Elisabeth Lindinger, D.I. Georg Pridun

Photos: Hannah Heszl