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Architekt Abendroth - 2014_Baumhaus Jupident

Aufgabe der Planung ist es, ein barrierefreies Baumhaus und eine damit zusammenhängende Platzgestaltung für die Jugendlichen zuschaffen. Ziel ist ein Treff- und Identifikationspunkt im Zentrum der Anlage Jupident. Der Parkplatz weicht einem qualitätsvollen Verweilenin der Mitte.

Es wurde zwischen den hohen Bäumen eine Stelle ausgemacht, die mit etwas Aufwand über den Spielplatz barrierefrei zu erreichen ist. Von dieser Stelle aus kann eine kleine Lichtung erschlossen werden, die als ‘Waldbühne’ genutzt werden soll. Das Baumhaus kommt zwischen zwei hohen Nadelbäumen zu liegen und kragt mit seiner Loggiahoch über dem zentralen Vorplatz aus. Durch ein Oberlichtband kommt Licht zum Malen in den Raum und der Wald bleibt spürbar.

Der Vorplatz bekommt als Pendant zum Baumhaus ein Flugdach aus einer Massivholzplatte, aus der Trapeze ausgeschnitten sind. Mit diesen Trapezen werden Sitzinseln für die Jugendlichen zum Verweilen hergestellt. (Lerneffekt: welche Trapeze stammen aus welchem Dachausschnitt?). Durch die Überdachung wird die Verweildauer im Außenraum verlängert und die Dachöffnungen werden mit farbigen Gläsernversehen.

Es entsteht eine je nach Sonneneinstrahlung wechselnde Farbaura, die sich auf dem Boden,aber auch auf Körpern und Gegenständen niederlässt. Die Farben sollen die Sinne der Jugendlichen anregen und zum Malen und Kommunizieren auffordern.

Am Flugdach ist eine besondereSchaukel befestigt. Sie kann Rollstühlendas fliegen lernen.Im Boden eingelassene Wasserdüsen könnenbei Bedarf eingeschaltetwerden und schaffen ein rollstuhltaugliches Wasserspielvergnügen. Das Wasser versickert in einem bodengleichen Pflanztrog, der den Platzhier abschließt.

Die Fassade des Verwaltungsgebäudes wird mit einem Spalier versehen (Efeu, Veitschi, etc.) . Das in der Fassade zentral angeordnete Fenster wird mit Pflanzen eingerahmt. Das darüber befindliche Wandbild bekommt einen pflanzlichen Unterbau und damit eine neue gestalterische Bedeutung.

Alle Maßnahmen zusammen genommen ergeben einsich aufeinander beziehendes Ensemble, das zwischendem Naturspielplatz, dem Wald und den Wohngebäuden vermitteln hilft. Die Jugendlichen sollen sich im Idealfall mit den neuen Baulichkeiten identifizieren und diese für das Verweilen außerhalb der Institution annehmen.