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Architekt Abendroth - 2007_Horn-Mödring
Soziales

Gemeindesaal und Feuerwehrhaus Horn Mödring / NÖ

Wettbewerbsbeitrag 2007

Die Gemeinde Mödring liegt am nördlichen Rand des klimatisch begünstigten Horner Beckens am Übergang einer landwirtschaftlich geprägten Ebene zum bergigen Waldgebiet. Der Bauplatz liegt 400 m vom Ortszentrum von Mödring entfernt am östlichen Dorfrand an der Schnittstelle von Einfamilienhaus Neubaugebiet zu landwirtschaftlich genutzer Fläche.

Im Westen über dem Mödringerbach besteht eine Giebel zeigende, verdichtete Einfamilienhaus Zeile aus den 1960er Jahren sowie ein Gutshof in Sichtweite. Im Norden wartet eine parzellierte Fläche auf ihre Bebauung mit Einfamilienhäusern. Im Südosten beginnen die landwirtschaftlich genutzten Felder. Eine weite Ebene öffnet sich mit Blick auf Maria Dreieichen. Der Entwurf bezieht sich auf die ihn umgebenden dörflichen Strukturen sowie die bestehende und die zu erwartende Bebauung mit Einfamilienhäusern.

Der Gemeindesaal wird archetypisch in Form eines rechteckigen Baukörpers mit Satteldach dargestellt. Seine Funktion ist somit ablesbar und wirkt zentrumsbildend. Zusammenhängend mit den Gebäuden des Ortszentrums und dem Gutshof ergibt sich ein Rhythmus aus bedeutenden Gebäuden entlang des Mödringerbaches. Durch die Erhebung des Daches wird der Ortsrand markiert und die Eckparzelle am Kreuzungspunkt mit der Brücke über den Bach betont.

Die Feuerwehr und die Nebenräumlichkeiten umfassen das Gemeinschaftshaus in Form eines Winkels. Es ergeben sich geschützte Außenbereiche für Veranstaltungen und Aktivitäten im Süden. Gleichzeitig wird eine Abgrenzung gegenüber dem Neubaugebiet im Norden hergestellt.

Die Gebäudeanlage öffnet sich in Richtung Westen und Süden in Form eines
zweiteiligen Platzsystems den Besuchern, die sich entweder entlang des Mödringerbaches vom Ortszentrum oder über die Brücke aus dem bereits bestehenden Einfamilienhausgebiet nähern.

Die Freiflächen sind in den straßenebenen Spielbereich sowie den befestigten Veranstaltungsbereich auf Saalebene gegliedert. Eine Sitzstufenanlage verbindet die beiden Bereiche und dient der Kommunikation.

Die sich aus dem Gebäudegrundriss ergebenden geschützten Hofbereiche werden durch Sonnen- und Wettersegel für Festivitäten nutzbar gemacht. Eine Rampe von Westen macht das Objekt barrierefrei. Durch Bepflanzung wird der Spielbereich im Südwesten beschattet. Nach Osten wird der Blick über die Ebene frei gegeben.

Partnerarchitekten: D.I. Hubert Hartl, Mag. Herwig Mayer

Mitarbeit: D.I. Andreas Hradil, Mag. Michael Neuhauser MAS

Landschaftsarchitektur: D.I. Ulrike Seher, gruenhoch3