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Architekt Abendroth - 2003_Dietrichgasse
Soziales

Behindertenwohngruppe, Wien Dietrichgasse

Räume gestalten Beziehungen

Raum als Erfahrungsfeld der Sinne fördert oder hemmt Entwicklung, begünstigt oder erschwert Pädagogik. Optimale Rahmenbedingungen unterstützen sowohl die individuelle Entfaltung als auch die pädagogische Arbeit. Die Raumgestaltung unterstützt die MitarbeiterInnen beim Umsetzen der Betreuungskonzepte. Anstatt der bloßen Addition von Einrichtungsgegenständen schafft Raumgestaltung nach dem 'Würzburger Modell' einen sicheren Bezugsrahmen aus durchschaubaren zuverlässigen Strukturen für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Die so gestalteten Räume vermitteln Geborgenheit, Stabilität und Sichersein. Sie regen an zu Aktivitäten und bieten gleichzeitig Rückzugsbereiche um Individualität zu bewahren. Es entstehen Räume, die Kommunikation fördern und Gemeinschaft erleben lassen.

Impulse geben für eine zielgerichtete erlebnisorientierte Pädagogik zur Verbesserung der Lebensqualität. Durch seine differenzierten Strukturen im Raum führt es vom äußeren Halt zum inneren Halt. Es lässt trotz seiner räumlichen Stabilität (feste Verbindung mit den Wänden, Fußböden und Decken) entwicklungspsychologisch notwendige Veränderungen im Sinne von Geschlossenheit und Offenheit, Dichte und Weite, Aktivität und Passivität zu.

Das Einrichtungskonzept geht von elementaren Grundbedürfnissen des Menschen aus. Stabilität, Geborgenheit, Individualität und Gemeinschaft sowie Aktivität sind Kriterien, die Rahmenbedingungen in der Behinderteneinrichtung bestimmen. Die Fähigkeiten der Bewohner werden stabilisiert und gefördert. Das Zusammenleben gestaltet sich dadurch harmonisch und begünstigt damit die Qualität der fachlichen Betreuungsarbeit.

Mitarbeit: D.I. Elisabeth Lindinger, D.I. Georg Pridun

Fotos: Hannah Heszl

Public

Group residence for the handicapped, Vienna, Dietrichgasse

Spaces form Relationships

Space as the field of experiece of senses can encourage or discourage learning, and facilitate or complicate education.Optimal environmental factors support both the individual self-development and the educational work. Organization of space helps the employees better accomplish their tasks. Instead of a meaningless composition of objects, spaces are organized according to the Würzburger model, which creates a reference framework of clear, reliable structures for various functional possibilities. The so-arranged spaces, convey a sense of security, stability and safety.

They provoke activities and at the same time offer protection to one's sense of individuality.

The generated spaces, encourage communication and experience of community; they inspire a goal-oriented and experience-based educaion to ameliorate the quality of life.A differentiated spatial structure and  constructional stability, inspires the inner stability of the soul. In spite of this spatial stability, (a steady connection with the walls, floor and ceiling) psycologically necessary transformatios in terms of openness and closeness, tightness and wideness, activity and passivity are possible.

The accommodation concepts correspond to the elementary requirements of human beings. Stability, security, individuality, and community, as well as activity are of the criteria which form the basic framework of a handicapped people's facility. The potentials of the inhabitants are stabilized and developed, therefore leading to a harmonized social life that promotes the quality of different support programs.

With collaboration of: D.I. Elisabeth Lindinger, D.I. Georg Pridun

Photos: Hannah Heszl