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Architekt Abendroth - 1996_Kanzlei
Business

Büroeinrichtung : Wirtschaftsprüfungskanzlei in 1040 Wien

Architektur als gefrorene Musik

Kultiviertes Arbeiten als Konzept: umfassende, kompetente und virtuose Beratung im Kontext mit Kunst als Synthese von Musik, Malerei und Architektur.

Bei der Entstehung von Musik, Malerei und Architektur gelten im Grunde ähnliche Gesetzmäßigkeiten, denn Farben bestehen aus Schwingungen, Säulenreihen ergeben Rhythmen und musikalische Kompositionen haben mathematisch logische Elemente.

Haydn verwendet im langsamen Satz des Lerchenquartettes ein klassisches Thema, das er dann mit barocken Stilelementen bearbeitet, es mit Verzierungen und Ornamentik variiert. Bei der Kanzleieinrichtung für Mag. Rothenbuchner ist der historische Raum das Thema, das es zu bearbeiten, zu interpretieren gilt. Fensterachsen, Proportionen und Raumabfolgen geben den Rhythmus vor. Durch das Bearbeiten dieses Themas mit zeitgemäßen Mitteln wird der ursprüngliche Raum betont. Es ergibt sich eine Überlagerungen von Strukturen, zum Einen die Struktur der historischen Hülle mit der modernen Innenachitektur, zum Anderen die Struktur der Stuckdecke mit dem Licht und Schattenspiel der Deckenbeleuchtung. Die exakten Überschneidungen des Glasoberlichtes der neu eingezogenen Trennwand mit den Lichtschatten an der Decke ergeben durch ihr Zusammenspiel eine Harmonie.

Das Gewicht des historischen Interieurs wird durch solche Inszenierung aufgehoben. Es entsteht ein musikalisch verschwebendes Element, so etwas wie ein atmosphärischer Rhythmus. In modernen Kompositionen spricht man auch von flächigen Klängen, die durch Überlagerung von Rhythmen entstehen.

Strukturüberlagerungen werden in der Malerei durch Übereinanderlegen von Farbschichten erzielt. Es entsteht Verdichtung, Tiefenwirkung oder Transparenz. So gesehen stehen die Bilder im Dialog mit dem Raum und der Musik und bilden den Kontrast in Form von Spannung, Dynamik, Farbe und Vitalität.

Mitarbeit: D.I. Peter Krabbe

Lichtplanung: Jakob Uhl

Fotos: Rainer Zottele

Business

Office design: auditing firm in 1040 Vienna

Architecture as frozen music

cultural activity as a concept: extensive, competent and virtuous consulting in the context of art as a synthesis of music, painting and architecture.

Similar legalities are involved in the emergence of music, painting and architecture: that colors consist of vibrations, colonnades reveal a rhythm and musical compositions have mathematically logical elements.

In his slow paced Lerchenquartet, Haydn uses a classical theme, which he then edits with baroque style elements and diversifies with ornaments and decorations. What was considered most important by Mag. Rothenbuchner, was the historical spatial theme, which called for interpretations and editing. Window axes, proportions and spatial sequences create the rhythm. An editing of this theme with contemporary media, puts the ancient space is spotlight.

It yields to a superposition of structures. On one hand the structure of the historical envelope, and on the other hand the modern interior architecture of the space; the structure of the stucco ceiling and the play of light and shadow from the top light; the exact overlaps of the skylight and the newly installed glass partition together with shadows on the ceilings create a pleasant harmony.

The weight of the historical interior is lightened by such presentations. It creates a musical evanescent element, somewhat like an atmospheric rhythm. In modern compositions also, there's often talk of a flat sound, emerging from a superimposition of rhythms. Structure superimposition in painting are manifested through an overlap of color layers. It expresses intensity, depth or transparency. From this point of view, images are in dialogue with space; and music and images create a formal contrast of tranquility, dynamic, color and vitality.

With collaboration of: D.I. Peter Krabbe

Lighting design: Jakob Uhl

Photos: Rainer Zottele