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Architekt Abendroth - Windkraft Simonsfeld
Business

Plusenergie Bürogebäude Windkraft Simonsfeld

Zur Reduktion von Wärmeverlusten und Baukosten wurde der Baukörper vom Volumen-Oberflächenverhältnis konsequent kompakt proportioniert und die bebaute Fläche so klein wie möglich gehalten.
Das Plusenergie Bürogebäude ist innovativ: „smart and simple“. Die rund 21.500 kWh/a für Raumheizung und Warmwasser werden zu nahezu 100% aus Solarenergie gedeckt.

Die Photovoltaikanlagen liefern ca. 27.000 kWh/a, abzüglich ca. 500 kWh/a für den Pumpenantrieb bleiben für die Büronutzung ca.26.500 kWh/a auf die BGF von 1150m2 ergibt das einen Wert von 23 kWh/m2a

Für die e- Mobility im Vollausbau sind rund 6.000 kWh/a vorzusehen die mit energieeffizienten Kleinstwindrädern abgedeckt werden können.

Konsequent kompakte Hülle mit gutem Volumen- Oberflächenverhältnis und einem HWB OIB Standort von 18,50 kWh/m2.a (gerechnet ohne Lüftung, mit Lüftung wird ein HWB OIB Standort von 6,50 kWh/m2.a erzielt)

Sehr gute Dämmqualitäten mit einem mittleren U-Wert von 0,18 Wm2K. Winddichte Bauweise, Wärmebrückenfreie Konstruktion.

Nutzung der passiven Solareinträge, südseitige Orientierung der Hauptfensterfläche, Optimierung der Fenstergrößen, Optimierung von U- und g-Wert der Fenster.

Aktive Solarnutzung durch thermische Kollektoren und Einspeisung in die massive Fundamentplatte (Betonkernaktivierung). Das Überangebot an solarer Einstrahlung in der warmen Jahreszeit wird durch die gewaltige Speichermasse der Fundierung gepuffert und langsam über Bodenaufbau und die Lehmspeicherwände in Form von behaglicher Strahlungswärme in die Räume abgegeben. Die punktuelle Spitzenabdeckung des Wärmebedarfs im Winter erfolgt effizient durch IR-Paneele mittels Strahlungswärme.

Im zentral situierten Technikraum sind alle haustechnischen Geräte untergebracht, die Wärmebereitstellung für das Brauchwasser bzw. die Fußbodenheizung in den Nassräumen erfolgt im Pufferspeicher über die Solarkollektoren.

Die Be- und Entlüftung der Räume erfolgt über sogenannte „Klimaluken“ Diese sind beruhen auf den physikalischen Prinzipien der Thermodynamik bzw. Aerodynamik. Manuell oder elektrisch gesteuerte Fenster- bzw. Klappen sorgen für frische Luft, somit kann bedarfsgerecht der hygienische Luftwechsel durch die Nutzer eingestellt werden. Der dadurch entstehende Lüftungswärmeverlust kann durch das Nutzerverhalten, bzw. aufgrund der Nutzungsdauer gering gehalten werden.

Die Sommertauglichkeit wird hauptsächlich durch natürliche Querlüftung über die „Klimaluken“ in Kombination mit den hohen Speichermassen (massive Lehmspeicherwand, Boden- und Deckenkonstruktion) gewährleistet. Zusätzlich verhindern die umfassende Bepflanzung bzw. Berankung, konstruktiver und außen liegendem Sonnenschutz einen von Außen induzierten Kühlbedarf. Die Verglasung über dem Foyer erhält glasintegrierte PV Module, welche den Solareintrag reduzieren, zusätzlich wird mit innen liegenden Sonnensegeln eine „Diffusor“ Wirkung erzielt, die auch zur indirekten effektvollen Beleuchtung in den Abendstunden genutzt werden kann.

Aktive Solarnutzung zur Stromerzeugung über 60 m2 PV Elemente über der zentralen Eingangshalle (rund 12 kWp) und 60m2 PV Elemente (rund 15 kWp) über der Solartankstelle vor dem Eingangsbereich. Kleinstwindrad zur Stromerzeugung und Visualisierung des Unternehmens.

Partnerarchitekt: Martin Rührnschopf, MAS

Mitarbeit: cand. arch. David Kraler